„Stunde der Wintervögel“ – NABU ruft am Wochenende zum Mitmachen auf

Mitteilung des NABU

Vögel zählen im Schnee: Vom 9. bis 11. Januar gibt es wieder die deutschlandweite Vogelzählung „Stunde der Wintervögel“ – in diesem Jahr bei echtem Winterwetter.

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu zählen und zu melden. Schnee und Kälte könnten die Zählung in diesem Jahr besonders spannend machen.

„Der seit Tagen anhaltende Frost mit Schneefall in ganz Deutschland könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futterhäusern einfinden“, sagt Julian Heiermann, NABU-Naturschutzexperte.

Aktuell sorgen eine geschlossene Schneedecke und gefrorener Boden vielerorts dafür, dass sich die Futtersuche für Vögel in der freien Natur erschwert. Sie nehmen dann besonders gern die Zufütterung an.

Gute Chancen also, viele interessante Vogelbeobachtungen zu machen, denn am Zählwochenende soll es weiter winterlich bleiben.

Wem es draußen zu frostig ist, um eine Stunde lang zu zählen, kann natürlich auch vom Sofa aus die Vögel an der Futterstelle im Garten oder auf dem Balkon beobachten und melden.

Beim Vogelfutter auf Qualität achten

Wer füttern möchte, sollte auf die Qualität des Futters achten. Am besten setzt man auf Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel, am besten in Bioqualität. Bei Frost brauchen Meisen und Co. viel Energie.

Die liefern mit Fett gemischte Körner, wie in Meisenknödeln, besonders gut. Auf Netze sollte dabei verzichtet werden, sie sind eine vermeidbare Gefahr für Vögel, da diese sich darin verheddern können.

Zudem landen die leeren Netze häufig als Plastikmüll in der Natur. Wer auf Nummer sicher gehen will, was die Qualität der Meisenknödel betrifft, kann sie auch ganz einfach aus Körnermischungen und Rindertalg oder Kokosfett selbst herstellen.

Über die „Stunde der Wintervögel“ 

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum 16. Mal statt. Die Zählung liefert wertvolle Daten, um die Trends bei der Bestandentwicklung der Arten im Siedlungsraum zu verfolgen.

Im vergangenen Jahr haben rund 122.000 Menschen mitgezählt. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU.

Von jeder Art wird die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de und mit der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 20. Januar gemeldet werden.

Und die NAJU lädt mit der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 12. bis 16. Januar alle Kinder ein, die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und zu zählen. Alle Infos unter www.naju.de/sdw.